Analthrombose

Was sind Analthrombosen?

Die Analthrombose (Analvenenthrombose) ist eine schmerzhafte Schwellung im Afterbereich, verursacht durch ein analthrombosevenöses Blutgerinnsel. Die Abgrenzung zu Hämorrhoiden ist oft nicht einfach. Anders als Hämorrhoiden sind Analthrombosen sehr schmerzhaft und „fallen“ (prolabieren) nicht aus dem Analkanal heraus.

Analthrombosen sind plötzlich auftretende, meist schmerzende Knoten am After, die immer harmlos sind. Die Schwellung wird hervorgerufen durch ein Blutgerinnsel in einer Vene am After. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Analthrombosen weder entzündete noch vorgefallene Hämorrhoiden. Es sollte deshalb der Versuch unterbleiben, sie in den After zurückzuschieben.

Symptome Analvenenthrombose

Wer von einer Analvenenthrombose betroffen ist, spürt einen plötzlich auftretenden Schmerz und eine tastbare Vorwölbung am Rand des Afters. Auch Juckreiz, Brennen und Stechen sind mögliche Symptome.  Betroffene denken beim ersten Auftreten einer Analthrombose oft an Hämorrhoiden, doch beide Erkrankungen haben wenig miteinander zu tun. Gemeinsam ist ihnen die Lage direkt am After. 

Die Größe einer Analvenenthrombose kann von stecknadelkopf- bis pflaumengroß reichen. Nicht selten findet man nicht nur einen, sondern mehrere Knoten. Sie fühlen sich derb bis prall-elastisch an. Typischerweise verspüren die Betroffenen nach dem Stuhlgang ein Spannungsgefühl oder einen plötzlichen Schmerz am After. Manchmal können die Schmerzen so stark werden, dass der Betroffene nicht mehr laufen kann. 

Unterschied

Analthrombose

  • Analthrombose ist ein oder mehrere, klar begrenzte Knötchen am After oder am Afterrand.
  • Die Knoten sind in der Regel kirschkerngroß, einige Exemplare erreichen Pflaumengröße.
  • Die Knoten haben bläuliche Farbe.
  • Die Analthrombose liegt unter der normalen Haut, es wölbt sich keine Schleimhaut aus dem After hervor.

Die Patienten leiden besonders unter Schmerzen und einem Druckgefühl. Jucken und Brennen kommen gelegentlich vor, treten aber vor den stärkeren Schmerzen in den Hintergrund.

Hämorrhoiden

  • Das Hämorridalgeflecht liegt innen im Darm hinter dem Schließmuskel.
  • Vergrößerte Hämorrhoiden sinken im Darm ab und stülpen sich aus dem After.
  • Das Gewebe besteht aus Schleimhaut und hat eine deutlich rote Farbe.

Zu den typischen Symptomen eines Hämorrhoidalleidens gehören leichte Blutungen aus dem After, Stuhlschmieren und Nässe sowie ein quälender Juckreiz. Schmerzen treten selten auf und sind eher leicht.

Ursachen der Analthrombose

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Die Gesellschaft für Koloproktologie nennt folgende Ursachen:

  • Druckerhöhungen im Bauchraum und Beckenboden unter anderem durch Schwangerschaft, Geburt, Sport, schweres Heben, starkes Pressen beim Stuhlgang oder Husten.
  • Sitzen auf kaltem Untergrund und allgemein langes Sitzen wie im Büro oder als Lkw- oder Busfahrer
  • Hormonelle Einflüsse wie der weibliche Zyklus
  • Nahrungsmittel wie Alkohol oder scharfe Gewürze
  • Schwülwarmes Wetter
  • Manipulationen am Anus z. B. durch ärztliche Untersuchungen oder Analverkehr
  • Eventuell genügen bereits vergrößerte Hämorridalpolster, um die die Durchblutung der perianalen Venen zu stören.
  • Einige Patienten berichten von Durchfällen, die der Analvenenthrombose vorangegangen sind.

Auch in der Schwangerschaft ist der Bauchdruck erhöht, und das ungeborene Kind lastet auf dem Venengeflecht am After. Beim Geburtsvorgang kommt es zusätzlich zu starkem Pressen. Analthrombosen sind daher (ebenso wie Hämorrhoiden) in der Schwangerschaft und nach der Entbindung ein häufiges Problem.

Wie kann man einer Analthrombose vorbeugen?

Damit es gar nicht erst zu den schmerzhaften Knoten kommt, gibt es einiges, was Sie vorbeugend tun können. Da langes Sitzen und hoher Bauchdruck (Pressübungen beim Kraftsport, Pressen beim Stuhlgang) Risikofaktoren für die Entstehung einer Analthrombose sind, sollte man beides möglichst einschränken.

Zur wirksamen vorbeugung von Analthrombose gehört auch regelmäßige Bewegung, am besten an der frischen Luft, und eine ausgewogene Ernährung. So verhindern Sie, dass es zu Verstopfung und unnötigem Pressen beim Stuhlgang kommt. 

Wer draußen oft unterwegs ist, sollte bei kaltem Wetter für eine Thermounterlage sorgen. Faltbare beschichtete Schaumgummimatten sind überall dabei und passen in jeden Rucksack.

Behandlung

Eine Analthrombose am After kann auf unterschiedlichem Wege behandelt werden, abhängig von ihrer Größe und den auftretenden Schmerzen Bei den meisten Patienten verschwindet die schmerzhafte Schwellung innerhalb weniger Tage von selbst, bei anderen kann es wiederum einige Wochen dauern. Sind die Beschwerden auszuhalten, braucht es einfach etwas Geduld und geeignete Salben oder Cremes. Bei leichten bis mittelstarken Schmerzen werden kortisonhaltige Cremes oder Salben mit einer leicht betäubenden Wirkung empfohlen.

 Eine Perianalthrombose ist wie man bereits weiss, nicht wirklich gefährlich. Es ist nur extrem Schmerzhaft. Wenn man die Stellen kühlt, kann das zuerst einmal gut gegen die Schmerzen und die Schwellungen helfen.  Vaseline oder eine andere Fettcreme sorgt dafür, dass die Haut elastischer wird und auch bleibt. Oft gehen Perianalthrombosen nach kurzer Zeit von alleine weg. 

Wenn man die Perianalthrombose ohne eine OP behandelt, solltete man in kurzer Zeit mit Verbesserungen rechnen können. Wichtig ist während dieser Zeit folgendes: 

  • Der Stuhlgang sollte weich sein, also nicht zu fest aber auch nicht zu flüssig. Um das zu gewährleisten kannst du deine Ernährung einfach umstellen und genügend Flüssigkeit zu dir nehmen. 
  • Verzichte des Weiteren auf Abführmittel
  • Nach dem Stuhlgang den After abduschen und trocknen. Nicht trocken reiben, das reizt nur unnötig.
  • Körperliche Anstrengungen wie heben oder Pressen solltest du auch vermeiden.
  • Kalte Kompressen nach dem Stuhlgang
  • liegen statt Sitzen
empfehlung zur Behandlung von Analthrombose
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Posterisan akut Zäpfchen, 20 St. 

  • zur Behandlung von Hämorrhoiden- und Analbeschwerden
  • Zäpfchen zum Einführen in das Rektum
  • Hersteller: DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Deutschland (Originalprodukt)
  • Das Arzneimittel enthält ein lokal wirksames Schmerzmittel (Lokalanästhetikum) und dient zur Behandlung von juckenden und schmerzenden Beschwerden im Afterbereich.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur
    • Behandlung von Juckreiz und Schmerzen im Afterbereich